Pedro, Notfall Nr. 1

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Heute, 23.09.2017, haben wir Pedro aus seinem bisherigen Zuhause abgeholt. Zur Erinnerung: Sein Frauchen ist sehr plötzlich gestorben, das Herrchen ist berufsbedingt täglich 10 Stunden und länger außer Haus und kann sich nicht so um ihn kümmern, wie es sich gehört.

Wir hatten großes Glück und haben für Pedro erst einmal eine wunderbare Pflegestelle gefunden.

Pedro hat seit gestern Abend gespürt, dass etwas sehr merkwürdiges passiert.  Er hat nicht geschlafen und auch sein Herrchen nicht schlafen lassen. Die letzten Tage waren für beide sowieso schon sehr anstrengend und nun stehen auch noch die gepackten Taschen im Flur. Kein Wunder, das Pedro mehr als besorgt scheint.

Herrchen hilft dann, Pedro in den Wagen zu setzen und los geht die Fahrt. Nach ca. 1 Stunde sind wir am Zielort, Pedro wird schon sehnsüchtig erwartet. Ich öffne den Kofferraum, Pedro bleibt wie angewurzelt liegen. Aber nicht lange, nach einem kurzen Moment des Überlegens springt er völlig unvermittelt aus dem Kofferraum und will die Flucht ergreifen. Das endete aber in einem klassischen Fehlversuch, da Pedro doppelt und dreifach gesichert und ein Leine fest mit dem Auto verbunden war. Tja mein Junge, da hast Du aber die Rechnung ohne uns gemacht. Wir waren darauf vorbereitet, daher Fluchtgeschirr, 2 Leinen, 1 davon unlösbar mit dem Auto verbunden. Da kommt noch nicht einmal Houdini raus :-).

Wir haben ihm dann ein bisschen Zeit gegeben, um selbst eine Lösung zu finden. Und siehe da, er geht mit uns in sein neues Zuhause.

Dort liegt schon eine Decke an einem wunderbaren Rückzugsort. In einer Ecke  neben dem Sofa darf er liegen, dort stört ihn niemand und Pedro kann selbst entscheiden, ob er dort bleiben oder doch lieber hervorkommen möchte.

Mit der neuen Familie werden noch Informationen ausgetauscht, Futter überreicht, Vertrag unterzeichnet und dann mache ich mich auf den Heimweg.

Und jetzt kommt die riesengroße Überraschung. Seine neue Familie, sehr hundeerfahren, umsichtig, mit riesengroßem Einfühlungsvermögen und Ruhe ausgestattet, lassen Pedro auf seiner Decke und gehen in die Küche. Es dauert nur einen ganz kurzen Augenblick und Pedro kommt hinterher. Unglaublich, wenn man mir das vorher gesagt hätte, ich hätte es nie und nimmer geglaubt.

Der erste Spaziergang ist auch schon bewältigt: “ Pedro geht prima an der Leine. Unsicher ja, aber nicht panisch. Er zieht nicht und hat immer darauf geachtet, dass wir alle zusammen sind. Als wir nach Hause kamen, war meine Mutter im Flur und Pedro hatte die Wahl, in sein Körbchen zu gehen. Er hat sich entschlossen, bei uns zu bleiben und hat meine Mutter beschnuppert. Toller Hund“.

Ich bekomme eine Gänsehaut, freue mich für diesen wunderbaren Hund und weiß, dass auch sein Herrchen sich freut, wenn er dies liest.

Wir werden weiter berichten.

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