Das Leben bei uns ein Ponyhof? Wohl eher nicht….

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Ein Tierschutzverein. Irgendwo in Deutschland, irgendwo in NRW. Ähnlichkeiten wären rein zufälliger Natur.

Vielleicht werden wir manchmal beneidet. Tagtäglicher Umgang mit vielen Tieren, viel frische Luft, viel Bewegung, freundliche, „dankbare“ Tiere, die fröhlich und unbeschwert um einen herumwuseln. Mmmmh. Sicher gibt es viele, viele freudige Höhepunkte und sehr anrührende Erlebnisse. Wenn z.B. ein bisher sehr zurückhaltender, fast panischer Hund, zum ersten Mal vertrauensvoll mit seiner Schnauze an die Hand stupst und tatsächlich mit einem zaghaften „Wuff“ um ein Leckerchen bittet. Oder wenn sich die Gänseschar fröhlich schnatternd auf den Weg zum Teich macht. Und wenn die Schafe lustige Bocksprünge machen, die Katze sich genüsslich in der Sonne räkelt und sich ausgiebig putzt. Und auch, wenn die Pferde gemeinsam über die Wiese traben.

Sicher geht einem da das Herz auf, gar keine Frage.

Aber was steckt dahinter? Das Leben mit Tierschutztieren beinhaltet weit mehr als die oben beschriebenen Erlebnisse.

In erster Linie steckt Arbeit dahinter, viel, viel Arbeit. Der Tag beginnt völlig normal gegen 05:30 und endet, wenn nichts dazwischen kommt, nicht vor 21:00. Und das an  7 Tagen in der Woche, 365 Tage im Jahr. Kein Sonntag, kein Feiertag, keine Ferien. Denn wer soll die Tiere sonst versorgen?

Da muss gefüttert, die Hinterlassenschaften eingesammelt, Tiere gesäubert werden. Kranke oder angeschlagene Tiere bedürfen der besonderen Aufmerksamkeit und auch Behandlung. Da werden Ohren geputzt, Fell gebürstet, der Schmied bestellt, Schafe geschoren, Pferde gestriegelt. Ställe gemistet, Futter verteilt, Futter- und Wasserschüsseln gereinigt. Unzählige Waschmaschinenladungen müssen bewältigt werden. Und in den zahlreichen Pausen (Achtung: Ironie), die ein solcher Tag mit sich bringt, wollen die Tiere eine Ansprache, gestreichelt, gekuschelt und bespasst werden.

Dann muss man schauen, das von den benötigten Dingen immer ausreichend Vorrat vorhanden ist. Unzählige Kilo Hunde- und Katzenfutter, Heu für die Pferde, Salat für die Gänse. Medikamente, Wurmkuren, Ohrenreiniger, diverses an homöopathischen Mittelchen. Alles muss ausreichend vorhanden sind, damit kein Engpass entsteht.

Tja, und dann benötigt man dazu auch noch Geld. Geld für Futter, für Medikamente, von den Tierarztkosten ganz zu schweigen. Einige Hunde benötigen regelmäßig eine Blutuntersuchung. Zähne bedürfen der Behandlung und eigentlich hat immer eines der Tiere irgendein „Aua“, mit dem man nicht selber klarkommt und daher der Fachmann zu Rate gezogen werden muss.

Kommt bei Ihnen jetzt die Frage auf, wie sich das finanziert? Wenn Sie die Lösung gefunden haben, würden Sie uns das freundlicherweise mitteilen? Scherz beiseite. Wir finanzieren das mit Spenden. Und wenn keine Spenden hereinkommen, was oft genug der Fall ist oder eben nicht in ausreichender Höhe, dann…. Was machen wir dann? Den Futterlieferanten um Aufschub bitten? Dem Tierarzt erklären, dass wir zwar jetzt sofort seine Hilfe in Anspruch nehmen müssen, die Rechnung aber vielleicht erst im übernächsten Jahr bezahlen können? Nein, das geht natürlich nicht. Dann müssen wir das aus eigener Tasche bezahlen. Irgendwann sind aber auch wir an einem Punkt, an dem das nicht mehr möglich ist. Das bedeutet dann für uns, das wir keinem Tier mehr helfen können und das bricht uns das Herz.

Vielleicht entdecken Sie jetzt ein Herz für unsere Tiere. Dann würden wir uns sehr über eine Spende freuen. Gerne als feste monatliche Summe, auch Kleinbeträge helfen uns enorm. Und wenn sich dann vielleicht sogar recht viele Menschen finden, die z.B. 5 oder 10€ im Monat spenden, hilft uns das, weiter helfen zu können. Selbstverständlich freuen wir uns auch über Einzelspenden.

Wir arbeiten gerade an der Möglichkeit, über unsere HP direkt per Paypal, einer sehr sicheren Bezahlmöglichkeit spenden zu können und auch Bestellungen von Tierfutter hier zu verlinken.

Bis dahin freuen wir uns über einen kleinen Obolus, vielleicht sogar als Dauerauftrag?

Viele Grüße vom Leben auf dem Ponyhof 🙂

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