(K)eine Muh, (k)eine Mäh – aber Tätärätätä

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Kühe haben wir keine. Dafür können wir aber mit einer kleinen, sehr feinen Schafherde dienen.

Mitte 2012 bekommen wir die Info, dass ein Schäfer aus der Gegend seine Schafherde  aufgeben muss. Insgesamt galt es 29 Schafe in gute Hände zu vermitteln. Wir haben mit einigen anderen Tierschützern gesammelt und konnten alle Schäfchen ins Trockene bringen und sie vor dem Gang zum Schaf(!)ott retten.

So kamen Hörnchen (ein Bock), Henriette, Hetty, Henny, Hildegard, allesamt Coburger Fuchsschafe und Hermine, ein Kamerunschaf, zu uns. Hermine war schon gross, die Coburger waren alle noch Lämmer und mussten erst einmal gepäppelt werden. Sie waren sehr mager, hatten bösen Durchfall, ihr Allgemeinzustand war nicht wirklich gut. Aber sie haben es alle geschafft und freuen sich heute ihres Lebens. Wir freuen uns auch, dass wir sie bei uns haben.

Schafe müssen gelegentlich zum Friseur. Einmal im Jahr, meistens Anfang/Mitte Juni je nach Temperatur, müssen sie Haare lassen, das machen wir natürlich selbst. OK, bei den Schafschurwettbewerben, die man aus Filmen kennt, können wir nicht mithalten. Aber wir schaffen es doch in ca. 30 Minuten. Pro Schaf versteht sich.

Dieser Termin ist dann auch immer unser persönliches Fitnesstraining. Man muss schon gute Puste haben, um die Damen und Herren Schaf einzufangen, da kommt der Kreislauf gut in Schwung. Hat man sie gefangen, erfolgt ein ausgedehntes Training der Rückenmuskulatur. Die Arme werden gleich mittrainiert. Und meistens auch unsere Bauchmuskeln, weil die Einfangversuche manchmal schon sehr lustig sind.

Die Wolle sammeln wir und wenn wir mal ganz viel Zeit haben, wollen wir sie verspinnen. Sag mir quando, sag mir wann…

Die Klauen müssen ca. alle 3 Monate geschnitten werden, weil sie sich auf dem weichen Grasboden nicht ablaufen. Machen wir natürlich auch selbst.

 

Und für ein Schäferstündchen bleibt auch hin und wieder Zeit.

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