Blacky, ein armer Tropf

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Heute (29.07.2017) haben wir Blacky im Raum Aachen abgeholt. Er mußte nach knapp 8 Monaten sein Zuhause verlassen, weil er nach seinem Herrchen geschnappt hat. Eine ungewöhnliche Entwicklung, da er in den ersten Monaten sein Herrchen sehr angehimmelt hat und ihm nicht von der Seite wich. Warum, wann und wie das gekippt ist, konnte man uns leider nicht sagen.

Was haben wir vorgefunden: Ein superschönes, gepflegtes Einfamilienhaus mit einem ebenfalls sehr schönen Garten. Nur Blacky war nicht zu sehen, er lag (wie wohl immer) sehr versteckt hinter einem Gebüsch. Dort liegt er immer, nur zum Fressen und zum Spaziergang kommt er heraus.

Und so präsentiert er sich dann auch: Sehr scheu, bei meinem Anblick weicht er zurück (nee nee nee, so furchtbar sehe ich nicht aus, auch nicht heute morgen). Fast schon panisch weicht er zurück, pure Fluchtgedanken stehen auf seiner Stirn geschrieben.

Zu dick ist er, schlechte Zähne kann er vorweisen (für einen Hund von ca. 4 Jahren mehr als ungewöhnlich), geimpft ist er leider auch nicht. Das alles wußten wir nicht, als wir von ihm und seiner Notsituation erfahren haben.

Wir lassen Blacky jetzt erst einmal ankommen. Gott sei Dank ist er bei einer sehr guten Freundin unseres Vereins untergeschlüpft. Sie hat ein sehr gutes Händchen für Hunde allgemein und für ängstliche, unsichere Hunde im Besonderen.  Ihr erstes Fazit: „Blacky ist auf der ständigen Suche nach einem Versteck. Er traut sich noch nicht einmal an der Parkbank mit einer Oma drauf vorbeizugehen, er kennt nichts. Einzig Auto fahren ist völlig problemlos. Er wurde gefüttert und durfte sich verstecken. Das war’s“. Da wartet nun viel, viel Arbeit auf unsere Freundin. Wir sind aber mehr als optimistisch, dass sie das hinbekommt. Der erste, ganz kurze Kennenlernspaziergang war schon ein kleiner Erfolg. Blacky hat mehrmals die Büsche und Bäume markiert und sogar sein großes Geschäft verrichtet. Das macht kein Hund, der vor Panik erstarrt. Ein winzig kleiner Lichtblick.

Blacky wird demnächst, in angemessener Zeit, dem Tierarzt vorgestellt. Die Impfungen müssen komplett erneuert werden, eine Zahnreinigung ist sicher auch nötig. Da kommen mit einer Leichtigkeit € 180 bis 200 auf uns zu. Verflixt.

Und da ist sie wieder, die Kostenfrage. Wir knapsen noch immer an Coco herum. Unsere übrigen Tiere, die ja überwiegend recht alt sind und aus sehr schlechter Haltung gerettet wurden, verschlingen nicht nur ihr Futter, sondern bedeuten einen enormen finanziellen Aufwand.

Ich mag es schon fast gar nicht mehr schreiben, aber ich muß. Wollen Sie uns helfen? Wenn nicht mit einer Geldspende, dann aber vielleicht mit Futter? Sprechen Sie uns an, wir sind dankbar für jede Unterstützung.

Konto Nr. IBAN DE78 3305 0000 0000 2525 28.

 

 

2 Gedanken zu “Blacky, ein armer Tropf

  1. Helmut

    Mal wieder! Ich frag mich wirklich, warum manche A……cher einen Hund haben wollen, müssen, dürfen. Prestige? Aber warum dann einen aus dem Tierschutz? Weils das Eigenheim komplett macht? Ach, ich weiss es nicht – Tierliebe kann es jedenfalls nicht sein.

    • Admin

      Wahrscheinlich haben sie es gut gemeint. Dann zeigt/entwickelt sich der Hund nicht wie erwartet, macht Arbeit und dann – ja dann…

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