Coco, die Boxerhündin…

Coco 1 Woche nach ihrer schwerenOP
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…und wie es weiterging.

Am 31.05.2017 haben wir Coco aus der Tierklinik geholt und wieder zu ihrem Frauchen gebracht, siehe Bericht Coco@Home

Hier in kurzen Worten aber noch einmal die Geschichte: Notruf aus der Diakonie in Schwelm, eine ehemals Obdachlose braucht dringend Hilfe für ihre Boxerhündin, die ganz schlimm entzündete Ohren hat und sich schon lange Zeit am ganzen Körper kratzt. Herausgestellt hat sich, neben den wirklich schlimmen Ohren, eine Gebärmuttervereiterung und ein kindskopfgrosser Tumor an den Eierstöcken.

Was haben wir getan:

Ich könnte das jetzt in epischer Breite erläutern, das spare ich mir und Ihnen als Leser an dieser Stelle. In Kurzform:

Sofortige tierärztliche Untersuchung der Ohren veranlasst. Nach Diagnose Gebärmutterentzündung in die Tierklinik gefahren, OP veranlasst. Nach dem einwöchigen Aufenthalt Coco wieder zurück zu ihrer Besitzerin gefahren. Medikamente mitgebracht, Futter gekauft, Kartoffeln und Möhren für die ersten Tage gekocht (wir wussten damals noch nicht, dass die Wohnung der Besitzerin mit den nötigsten Dingen ausgestattet ist). Frische Handtücher mitgebracht. Genauen Behandlungs- und Futterplan erstellt und der Besitzerin das Gesamtpaket übergeben. Folgeuntersuchungen mit der Tierärztin vereinbart und der Besitzerin die Termine mitgeteilt.

Was haben wir bekommen:

Darf ich das hier so schreiben – einen Arschtritt? Oder muß ich mich gewählter ausdrücken und schreiben, dass die weitere Kommunikation mit der Besitzerin nicht ganz nach Wunsch lief? Und dass sie die Untersuchungstermine nicht eingehalten hat? Sich nicht, wie vereinbart und wie sie wirklich vollmundig versprochen hat, regelmäßig gemeldet hat um zu berichten, wie es Coco geht?

Und bevor das jemand falsch versteht – wir haben keine ellenlangen Dankesbekundungen erwartet. Aber ein weiteres sich gut um den Hund Kümmern, der fast draufgegangen wäre. Ja, das haben wir erwartet und ich glaube, auch völlig zu Recht.

Nachdem nun Coco’s Besitzerin jeglichen Kontakt zu uns abgebrochen hat, haben wir den zuständigen Amtsveterinär eingeschaltet. Das wollten wir nicht, wir wollten der Besitzerin unsere Hand reichen und ihr helfen. Und das hätten wir auch weiterhin getan, wenn sie denn mitgemacht hätte.

Coco geht es Gott sei Dank recht gut, allerdings hat sich an dem Zustand der Ohren nichts geändert. Wie auch – Spezialfutter für einen Allergikerhund ist teuer und das kann sich die Besitzerin nicht leisten.

Wie fühlen wir uns:

Schlecht. Klar, wir haben das Leben von Coco gerettet und das ist auch gut und richtig so. Aber wir wollten mehr. Wir wollten erreichen, dass die Besitzerin mit unserer Hilfe dafür sorgt, dass es Coco in ihrem weiteren Leben besser geht als bisher und sie diese Allergie in den Griff bekommt. Und wir hatten die Hoffnung, nicht nur Coco, sondern auch der Besitzerin zu helfen und ihr zu zeigen, dass ihr jemand zur Seite steht und sich als zuverlässiger Ansprechpartner erweist.

Hatten wir einen verklärten Blick, waren wir zu vertrauensvoll, zu naiv? Vielleicht, ein bisschen davon sicher. Unser erstes Anliegen war ganz einfach, Hilfe zu leisten. Für den Hund, aber auch für den Menschen. Ist schief gegangen, leider. Wir werden trotz dieser Niederlage nicht aufhören, zu helfen. Nur in dieser Größenordnung, wir sprechen hier schließlich über insgesamt ca.EUR 1.400, können wir das nicht. Wir werden sehr lange brauchen, bis wir diesen Betrag aufgefangen haben, wenn überhaupt. Da helfen EUR 105 an Spenden wenig – trotzdem, denjenigen, die gespendet haben unseren ganz herzlichen Dank.

Wie vielen Hunden und deren Besitzern, die es mit der Gesundheit ihrer Hunde ernst nehmen, hätten wir mit EUR 1.400 helfen können?

 Vielleicht möchte uns noch jemand helfen. Für den Fall hier unsere Konto-Nr.

Sparkasse Wuppertal, IBAN: DE78 3305 0000 0000 2525 28. Paypal geht natürlich auch, dann aber bitte als Freunde/Familie, das erspart uns die Gebühren. 

2 Gedanken zu “Coco, die Boxerhündin…

  1. Helmut

    Hmmmmmm, Blauäugig? Ein zartes „Jaaachen “ von mir.
    Da kann dir z.B. Marianne Vonolfen das gleiche Lied singen.
    Sie hat mal einen Obdachlosen wegen eines Hundes aufgenommen. Gab schlussendlich auch nix wie Ärger.
    Das ist ja gerade das Problem solcher Leute, dass sie keine Struktur in ihrem Leben haben. Ergo ist auch kein Verlass auf sie, die Enttäuschung über den Arschtritt also vorprogrammiert. Schade ist es trotzdem aber schön ist es auch ……….nicht für dich, sondern für Coco. Die hoffentlich bald zu verantwortungsvolleren Menschen umziehen kann.

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